Mehr Power^W Plattenplatz

Festpattenplatz ist notorisch zu klein und dann das:

Jedes Filesystem reserviert einen kleinen Bereich pro Partition für Root-Only sodass im Falle eines Falles zumindest Root (bzw. dessen Prozesse wie Login, Syslog usw.) noch schreiben kann. Wieviel Reserviert wird ist von OS zu OS und Filesystem zu Filesystem unterschiedlich. Hier ein kleiner Auszug:
FreeBSD – ufs2: 8%
Solaris – ufs: „((64Mbytes/partition size) * 100)“ Abgerundet und maximal 10% (heutzutage heißt das aber meist automagisch 10%).
Linux – ext3: 5%

Bei den heutigen Plattengrößen von >100GB ist das aber meist mehr als Verschwendung und lohnt für reine Datenpartitionen (z.B. für Filme, Bilder, MP3s, INNs CNFS-Newsspool, Datenbankdateien usw.) schon gleich garnicht. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach braucht eigentlich nur / und /var o.ä. etwas reservierten Platz.


Alleine bei einer 80GB Platte/Partition wären das ca. 4GB bis 8GB nicht nutzbarer Platz pro Partition!

Um den reservierten/“verschwendeten“ Platz etwas (hier auf 0%) zu reduzieren kann man folgendes, mit der ungemounteten Partition, tuen:
FreeBSD / Solaris
# tunefs -m 0 /dev/ad0s3a

Linux
# tune2fs -m 0 /dev/hda3

Leider hat das reduzieren des Reservierten Platzes, unterhalb des Defaults, den Nachteil das zugunsten einer dadurch nötig werdenden Optimierung des Faragmentierungsverhaltens (das OS versucht deutlich weniger zu fragmentieren => mehr Overhead hierfür) die Performance etwas leidet. Mit der Option „-o time“ vom tunefs für UFS kann man dem aber ggf. entgegenwirken. Ist aber nicht unbedingt empfohlen. – Für ext3 scheint es das nicht zu geben.

Den Parameter „-m“ kann man, mit selber Wirkung, natürlich auch beim newfs/mkfs.ext3 mit angeben.

ACHTUNG:
Es gibt Raidcontroller die mit 0% NICHT klar kommen! (Mein FastTrak TX2000 von Promise kommt damit sehr wohl klar. Ebenso wenn man garkeinen Raidcontroller nutzt.) Hier muss man dann leider 1% („-m 1“) freilassen. Siehe auch hier. Mit Dank an Agent J für diesen Hinweis.