OMD – Die Open Monitoring Distribution

… basierend auf Nagios.
OMD möchte ein All-in-one-glücklich Paket sein. Es beinhaltet, neben nagios (z.Zt. in version 3.2.2), u.a.: nagvis, pnp4nagios, nagios-plugins, check-mk, dokuwiki, nsca, Multisite und Thruk.
Das Hauptfeature, neben einer relativ einfachen installation (gegenüber einer händischen all dieser Tools), ist das man mehrere Instanzen (sites genannt) unabhängig voneinander parallell laufen lassen kann. Nützlich um endweder anderen Abteilungen oder Kunden jeweils ein unabhängiges Überwachungstool, samt Statistiken, Reporting und Dokumentation, in die Hand zu geben.

 

HP: http://omdistro.org/
Latest Version: 0.44 (Möglichst nicht die 0.42 nehmen da diese noch ein dependency auf das, nicht (mehr) existente, graphviz-gd paket hat!)

Dependencies: mod_proxy, mod_proxy_http, mod_python, mod_fcgid, php-pdo, php-mbstring, php-gd, php-mysql, graphviz, rsync, dialog, pango, curl
(Hint1: graphviz gibts, für RHEL, bei DAG http://dag.wiee.rs/rpm/FAQ.php#B Pakete auch bei http://www.rpmfind.net/linux/rpm2html/search.php?query=rpmforge )
(Hint2: gibts bei EPEL http://fedoraproject.org/wiki/EPEL/FAQ#howtouse z.B.:[rpm -Uvh http://download.fedora.redhat.com/pub/epel/5/i386/epel-release-5-4.noarch.rpm])

ACHTUNG: Da das Teil mod_proxy* benötigt sollte man dringend zusehen das der Webserver gesichert ist! (Firewall, htaccess/htpasswd, ACLs und https)

 

Installieren via yum, yast/zypper, dpkg o.ä. mit den Paketen von hier: http://omdistro.org/.

Per default wird das ganze nach /opt/omd installiert. Leider kann man hier nicht einfach ein ‚–relocate=/opt/omd=/usr/local/omd‘ machen da dann einige symlinks nicht mitgezogen werden. Ein Umzug nach z.B. /usr/local/omd gestaltet sich folgendermaßen:
# mv /opt/omd /usr/local/omd
# rm /omd
# ln -s /usr/local/omd /omd
In einer Zeile: „mv /opt/omd /usr/local/omd && rm -f rm /omd && ln -s /usr/local/omd /omd“

Ich empfehle den Apache auf SSL-Only (also kein port 80) zu konfigurieren. V-Host konfiguration klappt mit OMD nicht ganz so gut und einfach daher sollte man darauf verzichten.
In der globalen Konfig sollte dann u.a. folgendes stehen:

ServerTokens ProductOnly
#Listen 80
Listen 443
SSLEngine on
SSLCipherSuite ALL:!ADH:!EXPORT56:RC4+RSA:+HIGH:+MEDIUM:!LOW:!SSLv2:+EXP:+eNULL
SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl.crt/certificate.crt
SSLCertificateKeyFile /etc/apache2/ssl.key/certificate.key
SSLCACertificateFile /etc/apache2/ssl.crt/root-ca.crt

 

Erzeugen einer neuen OMD-Site:
# omd create sitename
Dies erzeugt eine defaultconfig und einen systemuser „sitename“

Starten dieser Site:
# omd start sitename

Konfiguration der site:
# su – sitename
OMD[sitename]:~$ omd config
OMD[sitename]:~$ cd etc/
OMD[sitename]:~/etc$

Ändern des Defaultuser/pass:
OMD[omdtest]:~/etc$ vim htpasswd

Konfig Nagios:
OMD[omdtest]:~/etc$ cd nagios/
OMD[omdtest]:~/etc/nagios$ vim nagios.cfg

Im Browser ist dann alles unter den folgenden URLs zu finden:
Hauptseite: https://hostname/sitename/

Default user/passwort ist: omdadmin / omd